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 PCF-KMU | Fallbeispiele | Beispiel 2 Mineralwasser
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Glasmehrwegflasche zeigt Vorteile



Flaschen im Vergleich

Footprint für Mineralwasser erarbeitet

Dezember 2011

Im Rahmen einer Masterarbeit wurden exemplarisch die PCFs zweier Produktlinien der Schwollener Sprudel GmbH u. Co. KG berechnet und bewertet. Als zu untersuchende Produkte wurde das Schwollener Mineralwasser Classic in die 0,7 Liter Mehrwegflasche (Perlenflasche) und die 1 Liter PETCYCLE-Einwegflasche, beide in Kunststoffmehrwegkästen verpackt, von der Firma ausgewählt. Beide Produkte wurden in einer vergleichenden Betrachtung von der Wiege bis zur Bahre gegenübergestellt. Die Berechnungsstufen basieren auf einer  funktionelle Einheit für Mehrweg- und PETCYCLE-Flaschen von 1000 l Mineralwasser, um Vergleichsaussagen zwischen beiden Produktsystemen zu ermöglichen. Außerdem wurden überwiegend Daten gleicher Datenqualität für die beiden Produktsysteme herangezogen, die sich auf Produktionsdaten des Jahres 2010 stützen.

Die aus dieser Untersuchung erzielten CO2-Bilanzergebnisse widersprechen nicht den Erwartungen in den allgemeinen Diskussionen über das Mehrweg- und Einwegsystemen bei Getränken. Das Produktsystem der Mehrwegglasflasche leistet den durchschnittlich geringeren Beitrag zur Klimabelastung. Das Produktsystem der Mehrweg-Glasflasche schneidet aufgrund der rund 33-fachen Wiederverwendung der Glasflasche besser ab als die PETCYCLE-Flasche.

Wichtige CO2-Emissionsquellen konnte ebenfalls bei den Transportvorgängen identifizieren werden. Das Einwegsystem zeichnet sich in diesem Bereich aufgrund ihres geringen Gewichts als relativ emissionsgünstiges System aus. Die Ergebnisse aus der Nutzungsphase zeigen einen erheblichen Beitrag zum PCF durch die Einkaufsfahrten der Konsumenten. Dies belegt, dass die Einkaufsfahrten nicht unberücksichtigt bleiben können, wie es in der PAS 2050 vorgeschlagen wird. Die Bedeutung der Einkaufsfahrten für die Klimawirksamkeit von Produkten ist durchaus ein wichtiger Aspekt, der in der Kommunikation mit dem Verbraucher beachtet werden muss.


Info: Ludger Nuphaus, Tel. 06721 919 337



Mineralwasser in zwei Flaschen




Oben: Kastenwaschanlage
Unten: Etikett Schwollener Classic
(Fotos: L. Nuphaus)

August 2011

Ziel der Arbeit ist es zu ermitteln, ob und inwieweit die Vorgaben der standardisierten Normen ISO 14067 zur PCF-Berechnung für das Unternehmen „Schwollener Sprudel GmbH u. Co. KG“ in Schwollen umsetzbar sind und wo und welche Probleme dabei auftreten.


Die Arbeit befasst sich konkret mit dem Vergleich zweier Produktlinien, nämlich mit dem Schwollener Mineralwasser in der Perlenflasche (0,7 l) und in der 1 l PET-Flaschen des Unternehmens. Es wird ein Carbon Footprint für Herstellung, Abfüllung und Distribution jeder Flasche errechnet. Dabei wird das unterschiedliche Verpackungsmaterial berücksichtigt. Das Mineralwasser in Perlenflaschen wird im Mehrwegsystem und die PET-Flaschen als Einwegflasche im Mehrwegkasten regional vertrieben. 


Durch die Ermittlung des PCF wird überprüft, welches der beiden Produkte einen bessere Treihausgas-Bilanz (als CO2-Equivalent ausgedrückt) aufweist, ob aus Umweltsicht beide Produkte einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können und ob die PCF-Berechnung für das Unternehmen Vorteile mit sich bringt.


Als Basis für die Berechnung des PCF steht die ISO-Standardisierung im Vordergrund. Darüber hinaus muss die Festlegung der Methodik und der Systemgrenzen erfolgen und begründet werden. Als Softwareunterstützung für die Berechnung  wird die Software „Umberto for Carbon Footprint“ (Ifu Hamburg GmbH) eingesetzt. Die erwarteten Ergebnisse werden vergleichend in Graphiken und Tabellen dargestellt.


Informationen:

Bertille Donfack

Ludger Nuphaus, Tel.: 06721 409 814


 
 
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